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 Presseinformation 2006-01

Explosion bei Geburtstagsfeier verletzt 38 Menschen

Parallel Bombendrohung in Jugendclub - Großalarm für den Rettungsdienst

Herzogenaurach/Erlangen, 14/15.01.2006. Durch die Explosion einer Benzinheizung fand eine Geburtstagsfeier im mittelfränkischen Herzogenaurach ein vorzeitiges Ende. Der Gastgeber wollte in einer Garage seinen 30. Geburtstag feiern. Ein benzinbetriebenes Heizaggregat erwärmte dabei einen Benzinkanister so stark, dass er in Brand geriet und eine Explosion auslöste. Kurz vor Mitternacht meldete die Feuerwehr der Rettungsleitstelle Nürnberg den eingegangenen Notruf. Erste Einsatzmeldungen sprachen von einer im Vollbrand stehenden Garage und Dutzenden Verletzen. Die Rettungsleitstelle löste darauf Großalarm aus. Neben Fahrzeugen des regulären Rettungsdienstes aus den Städten Herzogenaurach, Erlangen, Höchstadt, Nürnberg und Fürth kamen auch die Schnelleinsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) aus Erlangen und Herzogenaurach zum Einsatz. Zwei schwer verletzte und sieben mittelschwer verletzte Personen wurden nach der Erstversorgung sofort in umliegende Krankenhäuser, unter anderem in das Verbrennungszentrum im Klinikum Nürnberg Süd, transportiert. 29 leicht Verletzte wurden zunächst in das nahe gelegene Feuerwehrhaus gebracht. Dort wurden diese durch das Sanitätspersonal und die Ärzte der Schnelleinsatzgruppen betreut und erstversorgt. Zur psychischen Betreuung von Angehörigen und Verletzten waren zwei Notfallseelsorger anwesend. Die ebenfalls alarmierte Feldküche des BRK Erlangen versorgte Verletzte, Angehörige und Einsatzkräfte mit warmen Getränken. Nach der Versorgung wurden 18 Patienten auf Krankenhäuser im größeren Umkreis verteilt, unter anderem in das Universitätsklinikum Erlangen, das Klinikum Nürnberg und das Klinikum Fürth. Weitere elf Beteiligte konnten nach medizinischer Untersuchung zusammen mit Angehörigen nach Hause entlassen werden.

Die Einsatzleitung wurde durch die Sanitätseinsatzleitung mit Organisatorischem Leiter Rettungsdienst und Leitendem Notarzt sowie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung übernommen.

Zur Sicherstellung der Notfallversorgung im Stadtgebiet Herzogenaurach und Erlangen wurden ebenfalls zusätzliche Fahrzeuge mit ehrenamtlichen Helfern besetzt.

Insgesamt waren die BRK Schnelleinsatzgruppe aus Erlangen mit 24, die aus Herzogenaurach mit sieben die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung mit vier ehrenamtlichen Einsatzkräften und 29 Rettungsfahrzeugen zusätzlich zu regulär im Dienst stehenden Kräften eingesetzt.

Kurz vor dem Notruf aus Herzogenaurach war bereits eine Bombendrohung für einen Jugendclub in Erlangen eingegangen. In der Drohung hieß es, um Mitternacht werde eine Bombe explodieren. Dieser wurde sofort evakuiert. Nach großräumiger Absperrung wurde das Gebäude ohne Bombenfund durchsucht. Rettungskräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei standen in Bereitschaft.

330 Wörter; 2.743 Zeichen inkl. Leerzeichen

Verfasser

Daniel Salleck

Freigegeben und weitere Informationen

Thomas Heideloff
Rettungsdienstleitung

Telefon (01 75) 9 86 41 24

heideloff@kverlangen-hoechstadt.brk.de