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Schnelleinsatzgruppe (SEG)
Aufgaben
Die seit 1991 bestehende Schnelleinsatzgruppe (SEG) ist eine
Gruppierung des Katastrophenschutzes (1. SEG San Er) im Roten Kreuz,
die bei folgenden Notfällen zum Einsatz kommt:
- Verstärkung des Rettungsdienstes bei einem
Massenanfall von Verletzten (Busunfall, Massenkarambolage,
Zugunglück, Großbrand, ...)
- Verstärkung des Rettungsdienstes bei erhöhtem Transportaufkommen
- Betreuung unverletzter Personen (Evakuierte nach
Wohnhausbrand, Gasalarm, Busunglück, ...)
- Kurzfristige Bereitstellung von Helfern und Material bei
primär schlecht abschätzbaren Gefahrenpotentialen
(Bombendrohung, ausströmendes Gas, bevorstehende Notlandung,
Vermisstensuche, ...)
- Geplante Bereitstellung von Helfern und Material bei nicht
alltäglichen Ereignissen (Großdemonstration,
Großveranstaltungen, ...)
Unsere bisherige Einsatzstatistik.
Personal
Die 35 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kommen alle aus der Bereitschaft
Erlangen 1. Sie sind zwischen 18 und 52 Jahre alt. Die Sollstärke der SEG
beträgt 14 Helferinnen und Helfer.
Alle Helfer verfügen neben der obligatorischen
Sanitätsausbildung, über eine Spezialausbildung
Katastrophenschutz und Erfahrung im Rettungsdienst. Ein
großer Teil ist als Rettungssanitäter oder
Rettungsassistent ausgebildet, mehrere Helfer sind Notärzte.
Ausstattung
Fahrzeuge
- Arzttruppwagen
Im Arzttruppwagen (ATW) RK ER 41/77/1 ist das Material für ein
Behandlungszelt oder einen Behandlungsplatz verladen.
- Mehrzweckfahrzeug
Der Ford Transit RK ER 41/14/1 dient als Vorausfahrzeug
für die SEG-Leitung, dem Transport von Helfern, sowie Sanitätsmaterial und als
Zugfahrzeug für den Technikanhänger.
Technikanhänger
Transport eines Schnelleinsatzzeltes, samt 5 kVA Aggregat, Zeltheizung und
Zeltbeleuchtung.

- Rettungswagen
Der RTW RK ER 41/71/1 ist ein Rettungswagen mit einem Beatmungsgerät (Oxylog) und einem EKG Cardiolog 2000 mit einem halbautomatischem Defibrillator ausgestattet.
- Viertragenwagen
Der KTW-4 RK ER 41/74/1 dient zum Transport von bis zu vier liegenden
Patienten. Er ist zudem ausgerüstet mit einem halbautomatischer Defibrillator LifePak 500 zur Frühdefibrillation.
Material
- Schnelleinsatzzelt
Das Schnelleinsatzzelt wird durch Druckluft "aufgeblasen". Dazu verwenden wir unseren Stromgenerator, der uns auch eine Zeltbeleuchtung ermöglicht. Weiterhin kann das Zelt durch eine transportable Diesel-Zeltheizung geheizt werden.
- SG 300
Das Zelt SG 300 hat eine Grundfläche von ca. 30 m2. Der manuelle Aufbau mit geübten Helfern dauert nicht länger, als das Aufblasen des Schnelleinsatzzeltes.
Alarmierung
Die Alarmierung der Schnelleinsatzgruppe läuft ähnlich wie
bei den freiwilligen Feuerwehren ab: Über Funkmeldeempfänger
("Piepser") und eine automatischen Telefonalarmierungssystem (Ecotel Fa.
Vierling) werden die Helfer über einen Einsatz informiert. Die Zeit von der
Alarmierung bis zum Ausrücken des ersten Fahrzeuges beträgt etwa 15 Minuten. Die
Gesamtausrückstärke von ca. 14 Helfern ist
spätestens nach 30 Minuten erreicht.
Die Anforderung der Schnelleinsatzgruppe kann durch den
Einsatzleiter Rettungsdienst oder den Organisatorischen
Leiter erfolgen.
Leitung
Als Ansprechpartner steht der Leiter der SEG zur Verfügung.
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